Eine Kampagne, die sich gewaschen hat
WASH United erhält internationalen Sportpreis
Seit 2010 wirbt ein fiktiver Fußballverein für sauberes Trinkwasser und mehr Hygienebewusstsein in afrikanischen Ländern: WASH United ist zwar
„WASH United“ wirbt seit 2010 für das Menschenrecht auf Wasser- und Sanitärversorgung sowie ein besseres Hygienebewusstsein unter afrikanischen Kindern und Jugendlichen. Nun wurde die Kampagne mit einem internationalen Sportpreis ausgezeichnet.
in keiner Liga zu finden. Trotzdem engagieren sich in ihm die Granden des internationalen Fußballs wie Michael Ballack, Arjen Robben oder Didier Drogba. Jetzt wurde die von AgenZ mit entwickelte Initiative mit dem silbernen „Sports Forum Award 2011“ ausgezeichnet.
Erfreut über die Auszeichnung der Hygienekampagne zeigten sich Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel und Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Gemeinsam erklärten sie: “WASH United wurde von der Bundesregierung gefördert und mitinitiiert. Die Initiative macht beispielhaft deutlich, wie viel erreicht werden kann, wenn sich Partner aus unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen zusammentun, um sich für Menschenrechte und Entwicklung einzusetzen. Wir hoffen, dass diese Auszeichnung unserem gemeinsamen wichtigen Anliegen – die Trinkwasser- und Sanitärversorgung weltweit zu verbessern – noch mehr Aufmerksamkeit verschafft."
Die Anfang 2010 ins Leben gerufene Kampagne setzt sich für das Menschenrecht auf Wasser- und Sanitärversorgung sowie für ein besseres Hygienebewusstsein ein: Water, Sanitation and Hygiene – kurz: WASH. „Über Fußballbegeisterung und die große Popularität von Fußballstars wie Michael Ballack und Didier Drogba erreichen wir Kinder und Jugendliche mit Botschaften, die gesellschaftlich eigentlich mit Tabus behaftet sind“, so Thomas Levin, Projektleiter des GIZ-Beitrages zu WASH United. Das Projekt wird federführend von Brot für die Welt in enger Zusammenarbeit mit der GIZ durchgeführt und von zahlreichen Partnern aus Politik und Sport unterstützt. AgenZ hatte den Prozess von Beginn an begleitet und vor allem die Kampagnenentwicklung und -platzierung gestaltet. „Durch diese Dreieckskooperation konnte die GIZ ihre Stärken und ihre Innovationskraft in vollem Umfang in die Initiative einbringen“, so Katharina Binhack, Leiterin bei AgenZ Frankfurt.
Wie wichtig dieses Engagement ist, verdeutlichen die erschreckenden Zahlen: Alle 20 Sekunden stirbt in Afrika ein Kind an den Folgen von verunreinigtem Trinkwasser und mangelnder Sanitärversorgung – insbesondere durch Durchfall-Erkrankungen. Dabei lässt sich gerade die Anzahl derartiger Erkrankungen durch einfache Lösungen wie regelmäßiges Händewaschen bereits halbieren. Doch für die meisten Kinder scheint die tägliche Hygiene einfach überflüssig, ja geradezu lästig. „Wenn aber Michael Ballack und Didier Drogba den Kindern erzählen, dass eine Toilette und ein Stück Seife eine gute Sache sind, dann hören sie zu und finden es plötzlich gar nicht mehr so uncool“, erklärt Thomas Levin den Gedanken der Kampagne.
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„Die Initiative macht beispielhaft deutlich, wie viel erreicht werden kann, wenn sich Partner aus unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen zusammentun, um sich für Menschenrechte und Entwicklung einzusetzen."
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel und Bundesaußenminister Guido Westerwelle
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