Der Wind des Wandels
Transformation Thinkers
Die Geschichte wiederholt sich nicht. Aber bestimmte Kriterien für erfolgreiche Transformation galten für den Umbruch in Polen vor 20 Jahren ebenso wie
Die Transformation Thinkers-Initiative fördert seit 2003 junge Akteure des Wandels aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Im Dezember 2012 diskutierten Vertreter der Initiative mit GIZ-Vorstand Christoph Beier und dem polnischen Ex-Premier Krzysztof Bielecki über die Übertragbarkeit von Transformationserfahrungen.
heute für den Nahen Osten und Nordafrika. So äußerte sich der ehemalige polnische Premier Krzysztof Bielecki im Dezember 2011 in Warschau bei einer von mehreren neuen Aktivitäten der Transformation Thinkers, einem Gemeinschaftsprojekt von GIZ und Bertelsmann Stiftung.
Aufrichtigkeit als Grundlage für Versöhnung, die Einhaltung demokratischer Spielregeln und gutes Timing: Das seien die Kriterien für erfolgreiche Transformation, so Bielecki auf dem Eröffnungspanel der European Development Days, das AgenZ gemeinsam mit dem polnischen Außenministerium organisierte. „Trotzdem gibt es kein Kochbuch für Transformation – dafür sind solche Wandlungsprozesse zu dynamisch“, betonte GIZ-Vorstand Christoph Beier, der eine steigende Nachfrage nach GIZ-Unterstützung in Transformationsprozessen registriert.
Der Vorteil der GIZ liegt dabei in ihren umfassenden Erfahrungen bei der Begleitung von gesellschaftlichem Wandel weltweit – und ihrer Fähigkeit, relevante Akteure miteinander zu vernetzen. „Transformation als Prozess ist von Rückschlägen ebenso geprägt wie von positiven Entwicklungsschritten. Da hilft der Blick auf andere Transformationsländer ungemein”, erklärt etwa Dane Taleski aus Mazedonien, der mit Beier und Bielecki auf dem Warschauer Podium saß. Der 32-jährige Wissenschaftler ist einer von rund 120 Transformation Thinkers, die seit 2003 von GIZ und Bertelsmann Stiftung gefördert wurden.
Ziel der Initiative ist es, ein tragfähiges Netzwerk von jungen Akteuren des Wandels zu schaffen, in dem Transformationserfahrungen systematisch reflektiert sowie Problemlösungsansätze und strategisches Handeln vermittelt werden. Eine Reunion der bisherigen Transformation Thinkers im Herbst 2011 in Potsdam zeigte, dass der Ansatz Wirkung entfaltet: Viele der Alumni der letzten neun Jahre sind aktive und wichtige Gestalter des Wandels in ihren Heimatländern.
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Zitat
„Die GIZ kann als ein Partner der Reformakteure auftreten, indem sie deren Entschei-dungskapazität stärkt und konkrete Handlungsoptionen aufzeigt. Aber ein ‚Kochbuch‘ für erfolgreiche Transformation gibt es nicht.“
Christoph Beier, Stellver-tretender Vorstandssprecher der GIZ
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