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Sport und Entwicklung

Sport macht Spaß, hält fit und verbindet. Doch Sport ist mehr als Spiel und Spaß: Sport kann auch einen Beitrag zu gesellschaftspolitischen Veränderungsprozessen leisten. Seine sozial-integrativen und gesellschaftspolitischen Potenziale können entwicklungspolitische Prozesse wirksam flankieren. Sport eignet sich außerordentlich gut zur Förderung kommunikativer Aktivitäten zwischen und innerhalb von unterschiedlichen Gruppen. Sportliche Aktivitäten bedürfen keiner abstrakten verbalen Ebene der Kommunikation. Dadurch lassen sich Begeisterung und Verbundenheit schaffen, die nur sehr schwer über Sprache erreicht werden können. Des Weiteren ist Sport der Inbegriff des „learning by doing“. Die gemeinsame Ebene des Sporttreibens – kulturell, konfessionell und politisch unabhängig – fördert den Dialog auf spielerischer Basis und kann so als Impulsgeber für demokratisch-politisches Verhalten wirken. Frei nach dem Motto: „Ein Spiel sagt mehr als 1000 Worte!“ setzen wir bei AgenZ Sport und Sportveranstaltungen in unserer Arbeit als Kommunikationsmittel und Medium der Verbreitung von Ideen ein.

In zahlreichen Bereichen der Technischen Zusammenarbeit fungiert Sport als Träger von Ideen. Ganz gleich ob Grundbildung, Friedenserziehung, Frauenförderung, Gewaltprävention oder Gesundheitsförderung - Sport wirkt hier unterstützend. Auf der Makroebene lassen sich durch sportliche Großereignisse weitreichende Transformations-prozesse in Gang setzen. Insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern können Sportereignisse Anker und Hebel für die politische und wirtschaftliche Entwicklung sein. Darüber hinaus können sportliche Großveranstaltungen das Image eines Landes nachhaltig verbessern: Die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland etwa hatte für das Land einen enormen Image-Gewinn weltweit zur Folge. Das Know-how, das sich Deutschland durch die Planung und Umsetzung des Turniers angeeignet hat, kann nun auch für andere Länder nutzbar gemacht werden.

Die GTZ verfügt über eine lange Tradition in der sportbezogenen Projektarbeit. In Südafrika beispielsweise werden in dem Vorhaben „Youth Development through Football“ (YDF) Kinder und Jugendliche durch Fußball motiviert, gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Somit beugt YDF der Diskriminierung benachteiligter Bevölkerungsgruppen vor und fördert die Gleichberechtigung der Geschlechter. Zugleich verdeutlicht das im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) realisierte Vorhaben, wie der Zugang zu meist verschlossenen Zielgruppen wie kriegstraumatisierten, misshandelten, drogenabhängigen oder sozial und gesellschaftlich ausgegrenzten Personen durch Sport erleichtert werden kann.

Gerade gesellschaftliche Konsolidierung und Nation-Building-Prozesse in fragmentierten Gesellschaften werden durch sportliche Großereignisse gefördert. So unterstützte AgenZ im Auftrag des BMZ Südafrika im Rahmen der Weltmeisterschaft 2010 und begleitet die Ukraine auf ihrem Weg zur Europameisterschaft 2012. Das Beratungsportfolio ist vielschichtig: In Südafrika galt es, die Weltmeisterschaft als Rahmen für Dialog-Plattformen zu nutzen und den afrikanischen Kontinent als modern, innovativ und gastfreundlich zu präsentieren. In der Ukraine reicht die Unterstützung von Infrastruktur- und Managementberatung bis hin zur Entwicklung von Kommunikations- und Marketingstrategien. Gebündelt werden die Einzelmaßnahmen in gesellschaftspolitischen Konzepten und Dialogforen. Hier kommt die Kernkompetenz von AgenZ zum Tragen, wenn es darum geht, politische Dialoge zu gestalten und Botschaften in einer internationalen Arena zwischen Staat, Markt und Zivilgesellschaft zu platzieren.

Einen idealen Rahmen bilden Sportveranstaltungen auch für die Vermittlung von gesellschaftspolitischen Botschaften: Sensibilisierungskampagnen zu Aids oder zur Enttabuisierung von Hygiene- und Sanitärmaßnahmen lassen sich zielführend im Kontext von Sportveranstaltungen platzieren. Ein Beispiel für erfolgreiche Kampagnen- und Netzwerkarbeit ist WASH United. WASH steht dabei für water, sanitation and hygiene. Afrikanische und europäische Fußballstars traten dem virtuellen Klub bei, um auf eine tabuisierte Hygiene- und Sanitätsversorgung aufmerksam zu machen. Als Rahmen der Kampagne dient unter anderem die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, wo weitere Aktionen gestaltet werden.

AgenZ unterstützt bei der Vorbereitung und Durchführung von Sportgroßveranstaltungen und entwickelt gemeinsam mit der GTZ und dem Partner den gesellschaftspolitischen Rahmen für die Projektarbeit vor Ort. Politische Kommunikation und strategisches Marketing erzeugen dabei eine Anziehungskraft, die über die eigentliche Projektarbeit hinaus wirken kann.
 

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Tipp eins

Fussball-Landschaften.de zeigt die Schönheit des Fußballs von einer eher ungewöhnlichen Seite. Fotos aus aller Welt zeugen von der Melancholie der Leere der Stadien und Sportfelder. mehr ...

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Dass ein sportliches Großereignis wie die Fußballweltmeisterschaft nicht auf Kosten der Umwelt stattfinden muss, zeigt der Leitfaden "Green Champions". mehr ...


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