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Weltausstellung – quo vadis?

AgenZ-Studie im Rahmen der Expo 2010 in Shanghai

Die Expo 2010 in Shanghai war eine Weltausstellung der Superlative: 246 Teilnehmer, 5,28 Quadratkilometer Ausstellungsgelände und 73 Millionen
Mit der Expo 2010 in Shanghai wurde die Messlatte für Weltausstellungen nochmals ein Stück höher gelegt. Wie Entwicklungs- und Schwellenländer sich auf der Expo präsentierten, welchen Herausforderungen sie sich konfrontiert sahen und wie Städtevertreter bei den so genannten „Urban Best Practices“ den Fachdialog mit antrieben – diesen Fragen widmet sich eine AgenZ-Studie.
Besucher. Zahlenmäßig imposanter war keine Weltausstellung zuvor. Wie hat das erstmals von einem Schwellenland verantwortete Megaereignis mit dem Leitthema „Better City, Better Life“ die Welt der Weltausstellungen verändert? Eine der Kernfragen, die AgenZ bei einer Studie im Blick hatte.

Das Interesse von AgenZ an Weltausstellungen besteht nicht erst seit der Expo 2010 in Shanghai, als mit China erstmals ein Schwellenland die Expo ausrichtete. Die Frage, wie insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer dieses Megaereignis zur Selbstdarstellung und Vernetzung im Sinne der internationalen Anschlussfähigkeit nutzen können, bewegte vor mehr als 10 Jahren bereits das spätere Gründungsteam von AgenZ: Seinerzeit beauftragte die Bundesregierung die GTZ, mehr als 100 Entwicklungsländer und internationale Organisationen bei ihrem Auftritt auf der Expo 2000 in Hannover zu beraten. Seither besteht ein reges Interesse an Dialog und Austausch zwischen GIZ und dem Expo-Dachverband, dem Bureau International des Expositions (BIE), das über die Regeleinhaltung aller Weltausstellungen wacht. „Herauszufinden, wie alle an der Expo beteiligten Akteure die Gestaltungskraft dieses Megaereignisses weiter stärken können, hat uns bei unserer Umfrage in Shanghai geleitet“, bekräftigt Andreas von Schumann, Leiter von AgenZ, der bei der Weltausstellung 2000 in Hannover aktiv involviert war. Schließlich bieten Megaereignisse wie eine Expo der Internationalen Zusammenarbeit attraktive Plattformen für das Setzen von Botschaften und das Vernetzen von globalen Themen und Akteuren.

Die aktuelle AgenZ-Studie „Expo 2010 in Shanghai – Gestalt und Gestaltungskraft einer Weltausstellung“ basiert auf qualitativen Interviews, die AgenZ mit Organisatoren und ausgewählten Vertretern von Teilnehmerländern und Städten führte. Zweifelsohne gelten Weltausstellungen wie die Expo zunehmend als wichtige Plattformen der Globalisierungsdebatte. Der Anspruch, systemische Innovationen im Kontext der weltweiten Nachhaltigkeitsdebatte zu kreieren und sich damit im internationalen Dialog zu positionieren, ist lebendiger denn je. Umso wichtiger wird es für ein teilnehmendes Land, nationale inhaltliche Botschaften basierend auf dem Leitthema mit den zahlreichen weiteren Expo-Elementen zu verknüpfen – angefangen bei den Fachforen bis hin zum Kultur- und Rahmenprogrammen.

Mit der Studie möchte AgenZ der weltweiten Debatte um Wesen und Wert von Weltausstellungen am Beispiel Shanghai einen weiteren Impuls geben. Schließlich sind derzeit 156 Länder im BIE organisiert, die nicht nur über zukünftige Ausrichtungsstädte, sondern auch über die inhaltliche Ausrichtung von Weltausstellungen befinden. „Ein gestärktes BIE ist damit Ausgangspunkt für den Erfolg dieser Großveranstaltung“, so von Schumann. Letztlich geht es um die gemeinsame Verantwortung für das jeweilige Leitthema. Nur dann wird Kooperation zur wahren Beteiligung – zur Partizipation.
 

Mehr zum Thema

AgenZ-Studie zur Expo 2010
> Expo 2010 in Shanghai – Gestalt und Gestaltungskraft einer Weltausstellung (pdf)

Offizielle Website der Expo 2010
> http://en.expo2010.cn

Website des Bureau International des Expositions (BIE)
> www.bie-paris.org
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Zitat

„Das BIE sollte zu einer Instanz werden, die nicht nur die technische Organisation der Ausstellungen überwacht, sondern auch eine im positiven Wortsinn politische Rolle übernehmen muss.”

Jean-Pierre Lafon, Präsident des Bureau International des Expositions (BIE)

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