Besser als Bücher?
Studie zum Einsatz von E-Readern in der MENA-Region
„Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert – und mehr als das Blei in der Flinte das im Setzkasten“, erklärte Georg Christoph Lichtenberg Ende
Gemeinsam mit anderen Abteilungen der GIZ führt AgenZ eine Studie zum Potenzial von E-Readern im formellen und informellen Bildungsbereich in der MENA-Region durch.
des 18. Jahrhunderts. Gut 200 Jahre lang hat er Recht behalten, dann kam mit der Transformation zur globalen Wissensgesellschaft der E-Reader. Das Gerät eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für jene Länder, die bisher mit Büchern chronisch unterversorgt sind. Mit einer Studie erforscht AgenZ nun das Potenzial des E-Readers in der MENA-Region.
In der MENA-Region (Middle East and North Africa) wird sehr wenig gelesen. Laut einer Studie der Vereinten Nationen verbringt der durchschnittliche Bewohner eines arabischen Landes etwa sechs Minuten im Jahr mit Lesen. Zum Vergleich: In Deutschland ist es fast eine Stunde pro Tag. Gründe dafür sind neben einer hohen Analphabetenrate von etwa 30 Prozent die staatliche Zensur, fragmentierte Buchmärkte und daraus resultierende willkürliche Preise.
Hier haben E-Reader klare Vorteile: Sie sind preisgünstig und können auf wenig Raum sehr viel Text speichern. Neue Inhalte sind als E-Books zudem leichter zugänglich als gebundene Bücher, da sie einfach über das Internet heruntergeladen werden können. Die einfache Bedienung und vielfältige Nutzung machen E-Reader gerade bei einer jungen Zielgruppe attraktiv. So können neue Technologien zur Steigerung der Lernmotivation führen und die Grenzen zwischen Spielen und Lernen ein Stück weit aufheben.
Gemeinsam mit anderen Abteilungen der GIZ untersucht AgenZ derzeit den möglichen Einsatz von E-Readern im formellen und informellen Bildungsbereich in der MENA-Region. Dabei stützen sich die Untersuchungen auf die jahrzehntelange Erfahrung der GIZ im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie in der Grund-, Hochschul- und beruflichen Bildung.
Darüber hinaus unterstützt AgenZ auch eine panarabische Plattform verschiedener lese- und literaturfördernder Institutionen. Die Akteure sollen miteinander vernetzt werden, um der Leseförderung in der arabischen Region einen Schub zu verleihen.
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