Rheinischer Perspektivwechsel
Die „Bonner Perspektiven" geben der Nachhaltigkeitsdebatte neuen Schwung
Wer sich auf die Suche nach innovativen Ideen zum Thema Nachhaltigkeit begibt, kommt um die Stadt Bonn künftig nicht herum. Am 21. Juli 2011 unterzeichneten
„Bonner Perspektiven: Ein frischer Blick auf Nachhaltigkeit" – ein Memorandum of Understanding zwischen BMZ und der Stadt Bonn ebnet den Weg für neue Ansätze für die deutsche und internationale Nachhaltigkeitsdebatte.
BMZ-Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz und der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch ein Memorandum of Understanding. Inhalt dieser Vereinbarung: die Stärkung Bonns als Ort der internationalen Debatte um nachhaltige Entwicklung. Das gemeinsame Projekt: „Bonner Perspektiven: Ein frischer Blick auf Nachhaltigkeit". Diese Marke, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Nordrhein-Westfalens und des BMZ gefördert wird, soll der Diskussion um Nachhaltigkeit mit ungewöhnlichen Konferenzformaten am Standort Bonn neue Impulse verleihen.
„Nachhaltige Entwicklung ist deshalb so schwierig zu erreichen, weil gesellschaftliche Bereiche miteinander in Gleichklang gebracht werden müssen, die oftmals divergierende Interessen haben“, so BMZ-Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz – frische Ansätze sind gefragt. „Bonner Perspektiven“ heißt die neue Marke, die Zukunftsthemen in Bonn auf die Bühne bringt und Antworten auf Dilemmata in der internationalen Zusammenarbeit finden soll. „Wer in einem Kreis von engagierten, internationalen Vordenkern innovative Ideen zu nachhaltiger Entwicklung debattieren möchte, der sollte zukünftig nach Bonn kommen", fasst Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch den Anspruch der Initiative zusammen. GIZ AgenZ berät und unterstützt das BMZ und die Stadt Bonn dabei, neue Netzwerk- und Konferenzformate zu etablieren, um so einen „frischen Blick auf Nachhaltigkeit“ zu ermöglichen.
Die „Bonn2011 Conference: The Water, Energy and Food Security Nexus. Solutions for the Green Economy” im November, die unter der Federführung von BMZ und BMU vom Sektorvorhaben Internationale Wasserpolitik und Infrastruktur der GIZ organisiert wird, bildet den Auftakt der neuen Initiative. Hier zeigt sich, was Anspruch und Ziel der Bonner Perspektiven ist: Rund 90 Prozent des globalen Süßwasserverbrauchs werden für Energie und Landwirtschaft genutzt, nur 4 Prozent fallen für den unmittelbaren menschlichen Bedarf an. Ohne Wasser gibt es keine ausreichende Energieproduktion und Energieversorgung, ohne Energie ist keine ausreichende wasseraufbereitung und Wasserverteilung möglich. Die Nahrungsmittelproduktion schließlich hängt von beidem, Energie und Wasser, ab.
Es sind diese Wechselwirkungen, die sich in den Lösungen wiederspiegeln müssen. Denn eindimensionale Antworten tragen in einer immer stärker vernetzten Welt nicht weit. Auch dafür steht der „frische Blick“ der Bonner Perspektiven: Um neue Lösungsstrategien zu erarbeiten, darf der Horizont nicht an den Grenzen von Politikfeldern enden. Themen und Akteure müssen in kreativer und unkonventioneller Art und Weise miteinander verknüpft, die Verzahnungen in den Vordergrund gerückt werden.
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Zitat
„Bonn ist der Ort, an dem unangepasste Diskussionen und mutige Lösungs- und Handlungskonzepte erwünscht sind. Denn das ist es, was zur Lösung der globalen Herausforderungen noch immer fehlt."
Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn
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